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Gedenkkerze
Dr. Volker Jehle
Lieber Onkel Werner, jedes Jahr zu meinem Geburtstag am 23. Dezember, also auch gleich zu Weihnachten, hast Du mir geschrieben, ich habe die Briefe alle noch, seit den 1960er Jahren; irgendwann wolltest Du den "Onkel" weggelassen haben. Herrlich, wie Du Andrea und mir die Gegend gezeigt hast, in der Du wohnst, damals schon lange ohne Lisbeth, über deren Tod Du in einem herrlichen Restaurant auf halber Höhe überm Rheintal gesagt hast: "Das war gut so, nun wäre es schwieirig geworden." Ich kenne niemanden, der wie Du harte Widrigkeiten derart positiv nehmen konnte. Wundervoll, wie Du nach der Vernissage der Ausstellungen von Albert Schwenks Bildern in der Villa Haux, Ebingen, "verfügt" hast: "Morgen bin ich zum Mittagessen bei euch." Und das warst Du auch, und das war gut so. Im letzten Geburtstags- und Weihnachtsbrief hast Du geschriebnen: nun ist es genug. Paar Monate später ist Dein Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich denke gern an Dich! Dein Patensohn Volker