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Roland Baumann

* 20.07.1940
† 25.05.2019
Erstellt von Trauer Portal
Angelegt am 05.06.2019
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Gedenkkerze

Dr. Wolfgang Schacht

Entzündet am 25.04.2022 um 21:37 Uhr

Bertolt Brecht begegnet den Spuk mit der Nazi-Partei und Nazi-Ideologie, und der vom Führer befehligten faschistischen Armee mit dem Theaterstück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“. Er verpflanzt den „Führer“ – parabelhaft und ins Groteske verzerrt – in die reale Welt des rücksichtslosen, verbrecherischen und aggressiven Imperialismus. Trotz der vermittelten Zuversicht, dass die Völker den Nazismus und Faschismus besiegen werden. Von Brechts Kritikern wird einerseits  der Nazismus als ein unmenschliches Objekt dargestellt, andererseits werden seine Verbrechen dramatisiert. Alles was in der BRD geschieht, wird von gut bezahlten nazistischen Organisationen (AFD, NPD u.a.) organisiert und richtet sich letztendlich gegen die eigenen Interessen ihres Landes und ihrer Menschen.

Bommi Baumann mein hierzu, drei Jahrzehnte nach der verhängnisvollen Annexion der DDR durch die BRD, nach dem friedlichen Zerfall der Sowjetunion und nach einer ganzen Kette aggressiver Kriege des republikanischen Establishments und der RAF wissen wir, bzw. beginnen wir allmählich zu begreifen, dass seine Hoffnungen auf eine utopische Überwindung der ideologischen Widersprüche und auf eine Harmonie der Staatsinteressen endgültig gestorben sind.

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Gedenkkerze

Lisa Hentschel

Entzündet am 25.04.2022 um 13:17 Uhr

Die Gemeinsamkeit speiste sich aus legitimer Kritik an Fehlern des bewaffneten Kampfes, aus besorgtem Entsetzen alter APO-Aktivisten, die realisierten, dass militante Politik persönliche Nachteile mit sich bringen kann.  Ein wenig bekannter Terrorakt brachte aber die 'Aussteiger' auch ins Gefängnis. Vielleicht auch, weil es trotz des Marsches durch die Institutionen und nicht nur als Aufruf zum Ende des bewaffneten Kampfes gelesen werden konnte – "Bommi" Baumann hätte seine Memoiren als Oppositioneller geschrieben, der die APO-Revolte verteidigen und »nur« die Stadtguerilla beenden wollte.

Dr. Felix Ensslin analysiert die Fehler der eigenen Mutter und ihrer Genossen. Mit politisch ernstzunehmender Kritik des bewaffneten Kampfes, war in Wirklichkeit von den GRÜNEN gestrickt worden – zur Legitimation ihres Abschieds von der militanten Linksextremen.  Ihr gemeinsames Interesse war die politische Bekämpfung von RAF, RZ und Bewegung 2. Juni, denen mit reiner Repression nicht beizukommen war, weshalb ausgestiegene »Fighter« als glaubhafte Kritiker revolutionärer Politik inszeniert werden sollten;, und einer geschickteren Staatsschutzfraktion, die Staatsfeinde nicht unbedingt erschießen oder auf ewig wegsperren wollte.

Nur weil der Zeitzünder versagte, ist am 18. Dezember 1984 ein Terrorakt der Roten Armee Fraktion (RAF) auf die Nato-Schule missglückt. Bei der Nachforschung der Experten nach einem potenziellen Terroristen, ergab sich schnell ein Zusammenhang zur Roten Armee Fraktion (RAF); so stellte sich heraus, dass die Nato-Schule bereits Wochen vor dem Anschlag systematisch ausspioniert worden war. Im Fokus amerikanischer Ermittler – das „Kommando Jan Raspe“. Raspe, galt als führendes Mitglied der ersten Generation der RAF. Éin junger Mann in Marine-Uniform fuhr wie sich später herausstellte, einen Wagen – mit hochbrisanter Ladung, nämlich 25 Kilogramm Sprengstoff. Doch der Mechanismus eines Weckers streikte. Bommi Baumann hatte seine Pflicht getan und die Behörden informiert. Beim Anschlag kam niemand ums Leben.

Speyerer Rundschau

vom 21.06.2019

Speyerer Rundschau

vom 05.06.2019
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Gedenkkerze

Trauer & Gedenken

Entzündet am 02.06.2019 um 00:17 Uhr