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Kondolenz
Wir verabschieden uns von unserem Schulkameraden Hans.
21.04.2021 um 12:38 Uhr von Werner KraftSchade, dass wir uns wegen der Corona-Pandemie, schon über ein Jahr, nicht mehr beim Stammtisch treffen konnten. Wenn Hans dabei war, fiel er immer besonders durch seine ruhige und angenehme Art auf. Er versuchte bei jedem Stammtisch-Termin dabei zu sein und fehlte nur wenn er für sich einen wichtigen Grund hatte.
Seine Gespräche drehten sich dabei oft um seine Kindheit, d.h. die Flucht aus seiner Heimat an die er schmerzliche Erinnerungen hatte. Bei uns in der Schule war er allerdings sehr schnell integriert.
Seine berufliche Entwicklung ist besonders erwähnenswert, denn er hat nach seiner 1. Ausbildung als KFZ-Mechaniker, anschließend den Weg in einen kaufmännischen Beruf gewählt und ihn erfolgreich gemeistert. Er war nie arbeitsscheu, selbst einen Nebenjob bei einer Tankstelle nahm er an, wo er sogar einen Raubüberfall miterleben musste.
Hans liebte Pferde, Kühe und die Natur, was er schon seit Jahren nicht mehr in dem Maße genießen und erleben durfte, wie er wollte, da, wie er gerne selbst sagte, seine Knochen nicht mehr mitmachten.
Er war schon mit 13-14 Jahren so vernarrt in Pferde, dass ich die folgende kleine Geschichte einfach erzählen muss.
In diesem Alter machten Hans und ich eine Radtour nach Wittlich in der Eifel. Das waren immerhin 180 km und wir schafften das in 14 Stunden. Das sollte eine Ferienreise zu meiner Tante, meiner Cousine und meinem Cousin sein.
Als wir am nächsten Tag die Fühler ausstreckten, entdeckte Hans gegenüber, ca. 100 m Luftlinie, einen Bauernhof. Dort gab es Pferde, Kühe usw. und vor allen Dingen „Arbeit!!!“ Damit war es um Hans geschehen. Seine Ferien waren dann, alle Tage, in diesen 2-3 Wochen auf dem „Casters-Hof“, so hießen die Bauern, zu arbeiten, zu helfen, sich einzubringen. Das waren seine erlebnisreichen, glücklichen Ferientage, bis wir wieder zufrieden heimradelten.
Das drückt im Prinzip alles über Hans aus. Er war immer bescheiden, loyal und mit sich, leider nicht immer ganz zufrieden. Ich hoffe, dass er nun, nach seiner langen Reise, endlich die Rast findet und in Frieden ruht. --–Tschüss Hans---