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Grabsteinformen

Der Grabstein dient zum Totengedenken sowie zur Kennzeichnung einer Grabstelle. Durch die die individuelle Grabsteingestaltung erhält das Grab eine persönliche Note.

Im folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Grabsteine vor:

Der Einzelgrabstein


Der Einzelgrabstein / Ruth Rudolph - Pixelio.de

Ein Einzelgrabstein ist für ein Reihengrab gedacht. Sie sind in der Regel zwischen 80 und 100 Zentimeter hoch und etwa 40 bis 60 Zentimeter breit. Es gibt sie in allen Grabsteinsorten die für die Grabsteinnutzung üblich sind. Der Besuch beim Steinmetz verschafft einen ersten Überblick.

Formen

Traditionell haben Einzelgrabsteine eine einfache rechteckige Form. Auch quadratische Steine kommen gelegentlich vor, bilden aber eher eine Ausnahme. Allerdings entscheiden sich seit einigen Jahren immer mehr Angehörige gegen die streng rechteckige Form. Im Trend liegen Einzelgrabsteine, bei denen die Oberkante nicht einfach gerade ist. Stark abgerundet, einfach abgeschrägt oder leicht geschwungen - es gibt unzählige Möglichkeiten.

Regeln

Mit Ausnahme von Kissensteinen dürfen alle Grabsteine nur von Fachpersonal auf der Grabstelle angebracht werden. Bei dieser Vorschrift handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Grabsteine sind recht schwer und bilden eine große Unfallgefahr, wenn sie nicht richtig befestigt werden.

Vor dem Kauf eines Grabsteins sollten Käufer einen Blick in die örtliche Friedhofsordnung werfen. Oft behält sich die Friedhofsverwaltung vor, die Grabsteine vor dem Aufstellen zu begutachten. Wenn dies der Fall ist, sollte man den Stein auf keinen Fall kaufen, bevor nicht die Genehmigung zur Aufstellung vorliegt. Insbesondere bei kirchlichen Friedhöfen legen die Friedhofsverwaltungen gelegentlich ihr Veto ein.

Tipp

Wer nicht weiß, für welche Art Stein er sich entscheiden soll, kann sich bei einem Spaziergang über den Friedhof Anregungen holen. Falls es schon eine Grabstelle gibt, für die ein Einzelgrabstein gesucht wird, ist es ratsam, die Umgebung auf sich wirken zu lassen und in Ruhe zu überlegen, welche Variante passt und gefällt.

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Der Doppelgrabstein


Grabsteine aus Granit wirken besonders edel / Dierk Schaefer - CC BY - Flickr.com

Ein Doppelgrabstein wird häufig für Doppel- oder Familiengräber genutzt und ist meist zwischen 60 und 100 Zentimeter hoch und zirka 65  bis 120 Zentimeter breit. Ob Sandstein, Granit, Kunststein oder Quarzit - Doppelgrabsteine werden aus allen Steinsorten angefertigt, die auch für Einzelgrabsteine genutzt werden.

Formen

Immer häufiger werden sowohl für Doppel- als auch für Einzelgrabsteine Formen gewählt, die von der klassischen, rechteckigen Form ein wenig abweichen. Besonders beliebt ist die Variante, in der die Oberkante des Grabsteins leicht geschwungen ist. Aber auch ganz runde, schräge oder bogenförmige Steine sind im Trend. Die meisten Steinmetze haben einen Katalog. Grabsteine können aber auch nach individuellen Wünschen antefertigt werden - müssen aber dann mit der Friedhofsordnung konform gehen.

Regeln

Wie bei allen stehenden Grabsteinen darf ein Doppelgrabstein nur von Fachleuten aufgestellt werden und muss fest im Boden verankert werden. Ein Grabstein ist sehr schwer und birgt daher ein großes Gefahrenpotential, falls er umkippen sollte. Ob es darüber hinaus weitere Regeln gibt, ist in der jeweiligen Friedhofsordnung nachzulesen.

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Der Kissenstein


Kissensteine können auch graviert werden / Gerhard Hermes - Pixelio.de

Kissensteine haben den großen Vorteil, dass der Gesetzgeber hier keine Bodenverankerung vorschreibt. Schließlich kann ein liegender Grabstein nicht  umfallen und stellt so ein wesentlich geringeres Unfallrisiko dar. Zudem benötigt man Kissensteine oft keine Genehmigung der Friedhofsverwaltung. Jeder Friedhof hat seine eigene Friedhofsordnung, in der genau nachzulesen ist, ob das der Fall ist.

Form

Ein Kissenstein ist meist rechteckig, seltener quadratisch. Das häufigste Format  ist 40x50 Zentimeter, genau passend für Namen, Geburts- und Sterbedatum eines Verstorbenen. Die Dicke beträgt meist zwischen zwölf und 20 Zentimeter.

Grundsätzlich gibt es Kissensteine auch in anderen Formaten und Größen. Immer gefragter werden Kissensteine in ausgefallenen Formen, beispielsweise als Buch, Herz oder Stern. Wer sich für einen Kissenstein interessiert, setzt sich am besten mit einem Steinmetz oder Bildhauer in Verbindung.

Steinsorten

Ganz gleich ob Granit, Quarzit oder Kunststein - Kissensteine werden aus allen gängigen Grabsteinsorten angefertigt.

Verwendung eines Kissensteins

Kissensteine eignen sich besonders für Einzelgräber und werden meist in die allgemeine Grabgestaltung integriert. Auf Familiengräbern wird er manchmal eingesetzt um der Verstorbenen zu gedenken, deren Daten nicht mehr auf den eigentlichen Grabstein passen.

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Die Grabplatte


Grabplatten aus Granit wirken besonders edel / Onnola - CC BY-SA - Flickr.com

Eine Grabplatte ist eine Alternative zu einem klassischen Grabstein. Sie bedeckt - anders als ein Kissenstein - das gesamte Grab. Dementsprechend wird auch die Grabsteininschrift auf die Grabplatte aufgetragen. Meist wird die Grabstein-Beschriftung in eine Grabplatte eingraviert, grundsätzlich kann sie aber auch aufgesetzt werden.

Tradition

Die Gräber von Kaisern, Königen und hohen Geistlichen wurden traditionell durch Grabplatten verziert. Ein Grund dafür war, dass sich diese Gräber oft innerhalb von Schlössern oder Kirchen befanden, also an Orten, an denen klassische Gräber nicht angelegt werden konnten. Allerdings finden sich auch auf Friedhöfen immer wieder vereinzelte Gräber, die mit einer Grabplatte versehen sind.

Materialien

Die meisten Grabsteinplatten werden aus schwarzem Granit gefertigt. Sie können aber aus den gleichen Grabsteinsorten angefertigt werden wie klassische Grabsteine. Abgesehen von Granit gehören auch Marmor und Sandstein zu den häufig verwendeten Steinsorten für eine Grabplatte. Granit ist allerdings besonders haltbar.

Grabpflege

Auf den ersten Blick scheint eine Grabplatte die Grabpflege erheblich zu erleichtern. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. Da die Grabplatte in voller Breite auf dem Erdboden liegt, wird sie sehr schnell von Unkraut bewachsen. Um das zu verhindern, muss die Grabplatte regelmäßig gesäubert werden.

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Der Urnengrabstein


Grabplatten aus Granit wirken besonders edel / Denise -Pixelio.de

In Deutschland dürfen Urnen nicht in Privathaushalten verbleiben. Den Angehörigen werden allerdings viele Möglichkeiten gegeben, ihren geliebten Menschen beizusetzen. Grundsätzlich dürfen Urnen auf den meisten Friedhöfen auch in normalen Gräbern beigesetzt werden, ganz gleich, ob es sich dabei um ein Reihen- oder Familiengrab handelt. Meist werden Urnen aber in speziellen Urnengräbern bestattet. Dementsprechend variieren auch die üblichen Urnengrabsteine.

Urnengrabstein auf einem Urnenwahlgrab

Viele Friedhöfe haben einen Bereich, der speziell für Urnengräber vorgesehen ist. Urnengräber sind meist etwas kleiner als normale Reihengräber. Dementsprechend sind auch die Urnengrabsteine für diese Gräber kleiner. Die genauen Maße variieren von Friedhof zu Friedhof, Auskunft dazu gibt die Friedhofsverwaltung. Wenn die genaue Größe bekannt ist, kann man sich mit einem Steinmetz in Verbindung setzen.

Urnengrabstein auf einem Reihengrab

Wenn die Urne in einem normalen Reihengrab beigesetzt werden soll, ist man in der Wahl des Urnengrabsteins genau so frei, als wenn der Verstorbene in einem Sarg bestattet werden würde. Hinterbliebene können also aus den zahlreichen Grabsteinsorten ihren Favoriten aussuchen und bei einem Steinmetz in der Grabsteinform kaufen, die ihnen am besten gefällt. Die meisten Friedhofsverwaltungen behalten sich ein Vetorecht bezüglich der Grabsteine vor. Um sicher zu gehen, sollten der geplanten Grabstein im Vorfeld von der Friedhofsverwaltung genehmigt werden.

Urnengrabstein auf einem Familiengrab

Auf Familiengräbern gibt es in der Regel Familiengrabsteine. Jeder, der in dem Familiengrab beigesetzt wurde, wird dort verewigt. Das gilt auch für diejenigen, die in einer Urne im Familiengrab ihre letzte Ruhe finden. Eine Ausnahme gibt es, wenn auf dem Familiengrabstein kein Platz mehr für weitere Namen ist. Dann ist es üblich, einen zusätzlichen Kissenstein auf das Grab aufzulegen. Das gilt aber unabhängig davon, ob der Verstorbene in einer Urne oder einem Sarg bestattet wird.

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Die Stele


Stelen haben eine lange Tradition / Aah-Yeah - CC BY - Flickr.com

Stelen als Grabsteine haben eine lange Tradition. In der griechischen Antike waren Sie die häufigsten Grabsteine. Bei einer Stele handelt es sich um einen relativ breiten, freistehenden und meist viereckigen Pfeiler. Heute sind Stelen auf den meisten Friedhöfen nur noch als Denkmäler oder Gedenksteine an mehrere Verstorbene, wie beispielsweise die Priester der Gemeinde, zu finden.
Für private Einzel- und Familiengräber werden sie kaum verwendet. Viele Friedhofsverwaltungen lehnen Stelen auf diesen Gräbern auch ab, da sie - schon aufgrund ihrer Größe - zu sehr aus dem allgemeinen Bild des Friedhofs herausstechen.

Ob eine Stele auf dem Wunschfriedhof erlaubt ist, können man durch einen Blick in die Friedhofsordnung erfahren. Bevor eine Stele bei einem Steinmetz in Auftrag in Auftrag gegeben wird, sollten das geklärt sein. In der Regel behalten sich die Friedhofseigentümer vor, jeden Grabstein einzeln zu genehmigen oder abzulehnen.

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