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Die Urne


Bei der Wahl der Urne haben Sie viel Spielraum / Carsten Grunwald - Pixelio.de

Bei einer Feuerbestattung werden die sterblichen Überreste in Form der Asche in einer Urne aufbewahrt, die in das Grab herab gelassen wird. So entsteht ein würdevoller Platz zum Trauern und ein sicherer Aufbewahrungsort für die Überreste. Alternativen zum Urnengrab stellen das Kolumbarium und die Urnenstele dar, bei denen die Urne oberirdisch und oft sichtbar aufbewahrt wird. Die Urne wird in Mitteleuropa bereits seit mehr als 4000 Jahren genutzt.

Material

Grundsätzlich wird die Urne aus einem beständigen Material wie Metall, Keramik oder Stein hergestellt. Da Urnen auch in oberirdischen Stelen oder Kolumbarien aufgestellt werden können, ist die Verwendung von wetterfesten und nicht verrottenden Materialien für eine Urne in solch einem Fall empfehlenswert, da nicht alle Stelen und Kolumbarien vor dem Wetter geschützt sind. Da die Bestattung auf Naturfriedhöfen im mitteleuropäischen Raum zunimmt, sind inzwischen auch Urnen aus ökologisch abbaubarem Material erhältlich. Sie können dank eines verrottenden Materials wie Holz auch in freier Natur unter den Boden gebracht werden, ohne dauerhaft nicht abbaubare Rückstände zu verursachen. Für die Seebestattung gibt es spezielle wasserlösliche Urnen, die rückstandsfrei verschwinden und oft mit maritimen Motiven verziert sind. In der Regel sind Urnen schlicht gehalten und strahlen dennoch eine gewisse Würde aus. Natürlich können auf Wunsch auch Modelle erworben werden, die in besonderer Weise mit Motiven wie Blumenranken oder einem Kreuz verziert sind.

Preis

Je nach Modell und Material fallen die Preise für eine Urne unterschiedlich aus. Die günstigsten Urnen gibt es bereits ab etwa 100 Euro, nach oben hin sind in Abhängigkeit von Vorstellungen und Anbieter alle Preise möglich.

Gesetzliche Vorgaben

Vorschriften für Gestaltung und Größe einer Urne gibt es in Deutschland nicht. Allerdings existiert die sogenannte Friedhofspflicht. Diese besagt, dass eine Urne generell auf einem Friedhof beigesetzt werden muss und nicht mit nach Hause genommen werden darf. Einige Hersteller bieten sogenannte Miniurnen an. Diese werden in Größe eines Salzstreuers produziert und gestatten es, dass Angehörige einige Aschepartikel auch zu Hause aufbewahren können. Das ist allerdings in Deutschland ebenfalls illegal.

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