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Beileid aussprechen


Drücken Sie Ihr Beileid angemessen aus / Sylvia Voigt - Pixelio.de

Bei einem Todesfall wollen viele Menschen ihr Beileid gegenüber den Verwandten und Freunden des Verstorbenen bekunden. Zwar können Worte nichts ungeschehen machen, sie können aber in einer solch schweren Situation sehr tröstlich und hilfreich sein – der trauernde Mensch spürt, dass andere mit ihm fühlen und er nicht allein ist.

Dies kann mündlich oder auch schriftlich geschehen. Wesentlich dabei ist, dass dies mit einem mitfühlenden Herzens geschieht. Leere Worthülsen, wie „Nimms nicht so schwer, das Leben geht weiter" will der Trauernde weder hören, noch helfen sie bei der Bewältigung seiner Trauer. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art, mit der Trauer umzugehen. Außenstehende unterstützen den Trauernden, wenn sie seine Art des Umgangs mit dem Verlust respektieren, ihn begleiten, unterstützen und trösten.

Möglichkeiten der Beileidsbekundung

  • mündlich (während der Trauerfeier, bei einem Besuch oder telefonisch)
  • schriftlich mittels eines Kondolenzschreibens oder einer Beileidskarte
  • mit einer Todesanzeige in der Tageszeitung
  • durch einen Eintrag in ein Kondolenzbuch oder eine Kondolenzliste

Schriftliches Beileid

  • Schriftliche Beileidsbekundungen sollten von Hand geschrieben sein.
  • Der Kondolenzbrief, beziehungsweise die Kondolenzkarte, sollten möglichst mit eigenen Worten die Trauer und Wertschätzung für den Verstorbenen ausdrücken.
  • Es ist möglich, einen Trauerspruch einzubinden, an den der Schreiber dann mit eigenen Worten anknüpft.

Religiöse Sprüche sollte man nur dann wählen, wenn man weiß, dass der Empfänger des Beileidsschreibens selbst religiös ist. Ansonsten können religiöse Texte auf nicht gläubige Menschen auch befremdlich wirken, und die potenziell tröstliche Wirkung des Beileids geht verloren. Im Downloadbereich stehen zahlreiche Vorlagen für Kondolenzschreiben zu den verschiedensten Anlässen bereit.

Persönliche Beileidsbekundung

Bei einem persönlichen Kondolenzbesuch kann es hilfreich sein, sich zuvor einige Worte zu überlegen, da man den Trauernden gegenüber oft gehemmt ist. Wenn der Besucher seine Anerkennung für den Verstorbenen zeigt und Verständnis für die Trauer hat, kann das bereits eine große Quelle von Trost für die Angehörigen sein.

Zudem ist es auch völlig in Ordnung, genau das anzusprechen – dass die eigene Trauer und der Schock einem die Worte geraubt haben. Diese Gefühle stellen die Verbindung zwischen zwei trauerenden Menschen direkt her. Die Trauer, die auch andere um den Verstorbenen empfinden, ist oft ein großer Trost, drückt sie doch aus, dass diese anderen Menschen ebenfalls Wertschätzung und Zuneigung zum Toten verspürt haben und er offensichtlich ein wertvoller Mensch war, der viele Leben bereichert hat.

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