Branchenbuch
Ihre Ansprechpartner im Trauerfall

In unserem Branchenbuch finden Sie die Dienstleister Ihrer Region.
Anzeigenannahme

Wir helfen gerne weiter 0631 3701-6700

SERVICEZEITEN
Montag bis Freitag:
8.00 Uhr - 17.00 Uhr

Samstag und Sonntag:
9.00 Uhr - 14.00 Uhr

weitere Kontaktmöglichkeiten

Der Naturfriedhof

Naturfriedhöfe werden immer beliebter / Jean-Daniel Echenard - CC BY-ND - Flickr.com

Mit Naturbestattungen sind in der Regel Baumbestattungen gemeint. Dabei wird die Asche des Verstorbenen mit Urne im Wurzelbereich eines Baums beigesetzt. Solche Bestattungen werden auf sogenannten Naturfriedhöfen vorgenommen.

Geschichte

Die Möglichkeit, sich außerhalb eines herkömmlichen Friedhofs in der freien Natur bestatten zu lassen, kennt das Bestattungswesen schon seit vielen hundert Jahren. Ursprünglich war diese Form der Beisetzung allerdings Forstleuten vorbehalten. Sie wurden damals nicht auf eigens eingerichteten Naturfriedhöfen bestattet, sondern in den von ihnen betreuten Wäldern. In den vergangenen Jahren haben sich auch immer mehr Menschen, die keinen beruflichen Bezug zur Natur haben, für eine Naturbestattung entschieden. Auch das Bestattungswesen hat reagiert und immer mehr Waldfriedhöfe und Ruheforste geschaffen.

Baumbestattungen

Wer auf einem Naturfriedhof bestattet werden möchte, muss zunächst eingeäschert werden, denn die Bestattung in einem Sarg ist nur auf herkömmlichen Friedhöfen gestattet. Die Urne muss gut ausgewählt werden, denn manche Naturfriedhöfe schreiben vor, dass der Verstorbene nur in einer leicht abbaubaren Urne beigesetzt werden darf. Der Verstorbene wird im Wurzelwerk eines Baums beigesetzt. Dabei ist der Baum nicht einer Person vorbehalten. Bis zu sechs Verstorbene finden im Wurzelgeflecht eines Baumes ihre letzte Ruhe.

Wiesenbestattungen

Die meisten Naturfriedhöfe sind kleine Wälder. Es gibt sie aber auch in Form von Wiesen, auf denen die Asche der Verstorbenen beigesetzt wird. Bei diesen Wiesen handelt es sich schlichtweg um große, grasbepflanzte Felder.

Grabsteine

Auf Naturfriedhöfen gibt es keine Grabsteine. Manchmal befinden sich an den Bäumen kleine Plaketten mit den Namen der Verstorbenen, die dort beigesetzt wurden. Auf anderen Naturfriedhöfen wird auf einem großen Gedenkstein oder einer Gedenktafel an die Verstorbenen erinnert. Es gibt aber auch Naturfriedhöfe, auf denen nicht namentlich an die Toten erinnert wird. Wenn den Hinterbliebenen eine Form der Erinnerung wichtig ist, müssen sie sich im Vorfeld bei der zuständigen Friedhofsverwaltung nach den Möglichkeiten erkundigen.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Das Kolumbarium

Ein Kolumbarium ist ein Raum oder ein ganzes Gebäude, in dem Urnen beigesetzt werden.

mehr ›
Der islamische Friedhof

In Deutschland gibt es immer mehr islamische Friedhöfe.

mehr ›
Die Seebestattung

Ursprünglich Seeleuten vorbehalten, gilt die Seebestattung heute als eine der beliebtesten Alternativen zur klassischen Beerdigung.

mehr ›