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Das Kolumbarium

Viele Friedhöfe haben ein Kolumbarium / Karl-Heinz Laube - Pixelio.de

Die Bestattung von Urnen hat in Europa eine jahrtausendealte Tradition, denn erst als sich das Juden- und später das Christentum ausbreiteten, wurden Verbrennungen verboten. In der Frühzeit war das Einäschern die häufigste Bestattungsart für Verstorbene.

Kolumbarien sind Räume oder ganze Gebäude, die an den Wänden einzelne kleine Kammern haben, in denen jeweils eine Urne beigesetzt wird. Kolumbarien sind oft keine für sich stehenden Gebäude, sondern gehören zu einem Friedhof und stehen auf dessen Gelände. Meist sind diese Friedhöfe in staatlicher Hand.

Geschichte

Bereits 1878 wurde in Deutschland das erste Krematorium eröffnet. Es befand sich in Gotha und hatte eine eigene etwa 50 Meter lange Halle, in der die Urnen der Verstorbenen beigesetzt wurden. Doch bereits 1892 standen nicht mehr genügend Urnengräber in der Halle zur Verfügung, so dass ein eigenständiges Kolumbarium gebaut wurde. Dem Kolumbarium in Gotha folgten in den kommenden Jahren Kolumbarien in Wiesbaden, Stuttgart, Leipzig und Berlin.

Kolumbarien heute

Immer mehr Menschen wünschen sich, nach ihrem Tod eingeäschert zu werden. Die Kirche hat diesen Trend erkannt und erlaubt mittlerweile auf den meisten kirchlichen Friedhöfen die Urnenbestattung. 2004 eröffnete in Krefeld das erste Kolumbarium auf einem christlichen Friedhof. Zwei Jahre später folgte die Aachener Grabeskirche St. Josef, und auch die Erfurter Allerheiligenkirche verfügt mittlerweile über ein eigenes Kolumbarium. Die Tendenz ist also steigend. Auf staatlichen Friedhöfen ist eine Urnenbestattung ohnehin erlaubt und auf privaten Friedhöfen meist sogar vorgeschrieben. Wobei beispielsweise auf Naturfriedhöfen die Asche der Verstorbenen oft auch ohne Urne beigesetzt werden darf.

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