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Trauernde Geschwister

Kinder trauern oft lange um Geschwister / M. E. - Pixelio.de

Wenn ein Kind nach dem Tod des Geschwisterchens fragt, sollten die Eltern altersgerecht antworten. Sie sollten so einfach wie möglich erklären, was genau passiert ist und zweideutige Antworten vermeiden. Häufig entwickeln Kinder selbst Angst davor zu sterben oder sorgen sich, dass nun auch die Eltern bald sterben werden. Daher sollten zweideutige Sätze wie "Deine kleine Schwester ist eingeschlafen" vermieden werden. Besser sind Erklärungen warum Menschen sterben - nämlich wenn sie zum Beispiel sehr alt sind, einen schweren Unfall oder eine schlimme Krankheit haben.

Trauer zulassen

Kinder können es viel besser aushalten, wenn ihre Eltern weinen, als man oft denkt. Sie verstehen, dass auch Erwachsene traurig sein können. Gleichzeitig haben sie ein feines Gespür für Emotionen. Wenn Erwachsene versuchen, ihre Trauer zu unterdrücken, werden die Kinder es bemerken. Viele Kinder denken dann, Trauer sei falsch und versuchen, auch ihre eigene Trauer zu verstecken. Oder aber sie glauben, dass die Eltern gar nicht um das verlorene Kind trauern, wenn sie nie weinen, und verlieren selbst das Vertrauen in die Liebe der Eltern.

Andenken bewahren

"Über die Toten soll man nicht schlecht reden" sagt schon ein altes Sprichwort. Prinzipiell ist das natürlich richtig. Trotzdem sollten Eltern aufpassen, das verstorbene Kind nicht zu verherrlichen. Insbesondere Vergleiche mit dem lebenden Kind wie "Dein Bruder konnte das aber besser" sollten unbedingt vermieden werden. Das Kind wird sonst schnell das Gefühl bekommen, mit einem Toten zu konkurrieren und wissen, dass es diesen Konkurrenzkampf nicht gewinnen kann. Zudem brauchen die Lebenden mehr Aufmerksamkeit als die Toten, daher ist es besonders wichtig, sich für die trauernden Geschwister genügend Zeit zu nehmen, selbst wenn das in der eigenen Trauer nicht so leicht fällt.

Schuldgefühle nehmen

Nicht nur wer Kinder hat, weiß, dass alle Geschwister sich streiten. Wer als Erwachsener erlebt hat, dass ein Angehöriger nach einem Streit gestorben ist, der weiß, wie groß die Schuldgefühle sind, die man danach haben kann. Erwachsene haben den Vorteil, dass sie wissen, wie irrational diese Gefühle sind. Kinder wissen das oft nicht. Daher sollten Eltern ein gutes Gespür dafür entwickeln und ihrem Kind eventuelle Schuldgefühle nehmen. Sie müssen genau nach den Gründen des Kindes für seine Schuldgefühle fragen, damit sie diese gemeinsam untersuchen und entkräften können. Nur weil man dem Bruder einmal seinen Teddy weggenommen hat, trägt man nicht die Schuld an seinem Tod.

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