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Die Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung sollte jeder haben / Bernd Kasper - Pixelio.de
 

Das Recht auf Selbstbestimmung hat einen hohen Stellenwert, der auch im Krankheitsfall nicht an Wichtigkeit verliert. Der Patientenwille hat immer Vorrang vor dem eines gesetzlichen Vertreters, beispielsweise einem Betreuer oder Bevollmächtigten, und auch vor der Meinung des Arztes. Wenn ein Patient durch Krankheit oder Unfall aktuell nicht mehr in der Lage ist, sich zu äußern, dann kommt einer Patientenverfügung große Bedeutung zu.

Der Gesetzgeber hat die Patientenverfügung eingeführt, um das Recht des Menschen auf Selbstbestimmung auch dann zu bewahren, wenn der Mensch aktuell nicht mehr in der Lage ist, sich dazu verständlich zu äußern. Daher kann er im Vorhinein seinen Willen bezüglich bestimmter Situationen festlegen, der dann für Ärzte und Angehörige verbindlich ist.

Inhalt

Der Inhalt entscheidet darüber, ob und in welchem Umfang der Verfasser medizinische Maßnahmen wie Heilbehandlungen und ärztliche Heileingriffe zulässt, die der Lebensverlängerung dienen. Das gilt für jeden Lebensabschnitt, denn eine Patientenverfügung dokumentiert das persönliche Recht auf Selbstbestimmung und ist, wie alle Vorsorgemaßnahmen, nicht allein eine Frage des Älterwerdens. Denn durch eine Krankheit oder einen Unfall kann auch ein junger Mensch in eine Lage geraten, in der eine Patientenverfügung sinnvoll und notwendig ist.

Formalia

Eine Patientenverfügung muss immer schriftlich verfasst sein. Grundsätzlich ist davon abzuraten, eine pauschal formulierte Patientenverfügung aus dem Internet herunter zu laden. Dasselbe gilt für allgemeingültige formal juristische Texte, die beispielsweise bei einem Notar vorgelegt werden können und die für alle Kunden mit gleichem Inhalt abgefasst sind. Verlässlichere Quellen sind:

  • Die Ärztekammern des Bundes und der Länder
  • Die Beratung durch kirchliche Vertreter und soziale Einrichtungen.

Die Informationen des Bundesjustizministeriums zur Patientenverfügung, inklusiver der möglichen Textbausteine befinden sich im Downloadbereich. Eine Patientenverfügung ist nicht irgendeine Verfügung, sondern der höchstpersönliche und individuelle Wille des Verfassers. Der Inhalt einer Patientenverfügung bezieht sich immer auf künftige Ereignisse, die meist nicht einmal unmittelbar bevorstehen. Sie gilt für den Fall, dass ein Patient nicht mehr einwilligungs- und entscheidungsfähig sind. Das entscheidende Kriterium der Verfügung ist die Benennung konkreter Fallbeispiele.

Das setzt voraus, dass in einer Patientenverfügung spezielle medizinische Situationen einzeln und konkret aufgelistet und die daraus resultierenden Konsequenzen detailliert benannt sind. Wichtige Themen sind vor allem lebensverlängernde Maßnahmen wie die Ernährung über eine Magensonde oder die künstliche Beatmung. Auch ob nach dem Tod die Organe gespendet werden sollen oder nicht, kann festgelegt werden. Deshalb sollte man vor dem Verfassen einer Patientenverfügung unbedingt den fachlichen Rat von Mediziner und Juristen einholen.

                                                                                                                               

Erstellung einer Standard Patientenverfügung

zur Patientenverfügung

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