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Was im Todesfall zu tun ist

Die ersten Schritte nach einem Todesfall sind schwer / Rainer Sturm - pixelio.de

Erste Schritte im Todesfall

Ein familiärer Todesfall bedeutet immer einen tiefen Einschnitt im Leben. Die Trauer ist groß, und Handeln fällt schwer. Dennoch sind zeitnah einige Formalitäten zu erledigen, die davon abhängig sind, ob der Verstorbene zu Hause, im Krankenhaus, einem Pflegeheim oder einer ähnlichen Einrichtung verstorben ist.

Sollte ein Angehöriger zu Hause versterben, ist folgendes wichtig:

  • Der Hausarzt muss benachrichtigt werden. Er stellt den Totenschein aus, der den Todesfall dokumentiert. Kann er eine natürliche Todesursache feststellen, wird der Totenschein sofort ausgestellt, ist die Todesursache nicht natürlich oder unklar, wird er die zuständigen Behörden benachrichtigen. Wenn klar erkennbar ist, dass die Todesursache nicht natürlich ist (eindeutiger Selbstmord, ein kriminelles Delikt), so muss zusätzlich die Polizei informiert werden.
  • Ein Bestattungsinstitut muss kontaktiert werden. In Deutschland kann der Tote je nach Bundesland nur eine gewisse Zeit in einem Privathaushalt verbleiben, danach muss er von einem Bestattungsunternehmen hygienisch versorgt werden.
  • Wer sich der Kirche verbunden fühlt oder weiß, dass dies bei dem verstorbenen Angehörigen der Fall war, kann bei einem Todesfall den zuständigen Pfarrer kontaktieren. Ist der Tod eines Angehörigen noch nicht eingetreten, aber absehbar, so kann der Priester auch die Krankensalbung durchführen.

In unserem Downloadbereich gibt es eine kostenlose Checkliste, in der die ersten wichtigen Schritte nach einem Todesfall aufgelistet sind.

Abschied nehmen

Viele Hinterbliebene nutzen die Zeit nach dem Arztbesuch bis zum Eintreffen des Bestattungsunternehmens als intensive und wichtige Phase des Abschiednehmens. Früher war es üblich, sich drei Tage von einem Verstorbenen zu verabschieden – ein bedeutendes Ritual, für das der Gesetzgeber heute je nach Bundesland maximal 48 Stunden gewährt. Allerdings kann beim Ordnungsamt ein Antrag gestellt werden, die Aufbahrungsfrist zu Hause zu verlängern – dies ist bis maximal 96 Stunden möglich. Dann wird der Verstorbene in das Beerdigungsinstitut gebracht, wo der Bestatter ihn für die Trauerfeierlichkeiten vorbereitet. Der Bestatter kann den Verstorbenen ebenfalls aufbahren.

Familiärer Todesfall im Krankenhaus

Tritt der Todesfall im Krankenhaus oder auch in einem Senioren- oder Pflegeheim ein, übernimmt die Institution die Benachrichtigung eines Arztes, der die Todesbescheinigung, auch Totenschein genannt, ausstellt. Die Angehörigen wählen das Bestattungsinstitut aus beziehungsweise werden dem Wunsch des Verstorbenen gerecht, sollte dieser sich für ein bestimmtes Bestattungsunternehmen ausgesprochen haben.

Todesfall in der Familie offiziell melden

Spätestens am nächsten Werktag sollten der Todesfall durch Vorlage der Todesbescheinigung bei dem zuständigen Standesamt gemeldet werden. Dort wird auch die Sterbeurkunde beantragt. Existiert ein Testament, besteht die gesetzliche Verpflichtung, das Dokument unverzüglich beim Nachlassgericht am Wohnort des Verstorbenen abzugeben.

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