Branchenbuch
Ihre Ansprechpartner im Trauerfall

In unserem Branchenbuch finden Sie die Dienstleister Ihrer Region.
Anzeigenannahme

Wir helfen gerne weiter 0631 3701-6700

SERVICEZEITEN
Montag bis Freitag:
8.00 Uhr - 17.00 Uhr

Samstag und Sonntag:
9.00 Uhr - 14.00 Uhr

weitere Kontaktmöglichkeiten

Der Sonderurlaub im Todesfall

Der Sonderurlaub verschafft eine Pause vom Alltag / Hartwig HKD - CC BY-ND - Flickr

Sonderurlaub im Todesfall

Wenn ein Familienmitglied stirbt, ist die emotionale Betroffenheit und Belastung groß, und es kostet viel Kraft, sich um die Bestattung zu kümmern. Vielen Angehörigen fällt es schwer, den gewohnten Alltag fortzusetzen. Vor allem für Berufstätige ist das eine zusätzliche Belastung, weshalb unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Sonderurlaub besteht.

Sonderurlaub können die nächsten Verwandten des Verstorbenen beantragen:

  • Ehepartner, Lebenspartner oder Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft
  • Eltern
  • Kinder (auch Adoptivkinder), Pflegekinder und Enkelkinder
  • Geschwister
  • Großeltern
  • Schwiegereltern

Gesetzliche Regelungen

Nur, wenn ein enges Verwandtschaftsverhältnis zu dem Verstorbenen bestand, ist bezahlter Sonderurlaub möglich. Dies ist in § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt. In einem persönliche Gespräch sollte der Vorgesetzte  informiert werden. Auch wenn Angehörigen der Sonderurlaub gesetzlich zusteht, müssen sie ihn doch schriftlich beantragen. Die Dauer des Sonderurlaubs ist gesetzlich nicht geregelt (das BGB sagt, er darf nicht erheblich sein) und beläuft sich auf ein bis drei Tage.
Man sollte sich auf jeden Fall bei der Personalabteilung oder dem Betriebsrat erkundigen, ob es tarifliche oder betriebliche Regelungen zum Sonderurlaub im Todesfall gibt. Die Dauer richtet sich dabei oft nach der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. In Ausnahmesituationen kann in Absprache mit dem Unternehmen der Sonderurlaub auf bis zu zwei Wochen verlängert werden, sofern das beschäftigungsverhältnis länger als zwölf Monate besteht.

Alternative

Ist der Sonderurlaub zu kurz und reichen die freien Tage nicht aus, damit  alle Aufgaben erledigt und die erste sehr intensive Phase der Trauer bewältigen werden können, gibt es weitere Möglichkeiten:  Angehörige können beim Arbeitgeber regulären Urlaub anzumelden. Auch eine unbezahlte Freistellung ist möglich. Beide Fälle setzen das Einverständnis Ihres Arbeitgebers voraus, denn dieser hat jederzeit die Möglichkeit, ein Urlaubs- oder Freistellungsgesuch abzulehnen. Unter besonderen Umständen kann der Hausarzt eine Krankschreibung ausstellen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die betroffene Person in ihrem Denken und Handeln derart eingeschränkt ist, dass sie arbeitsunfähig ist.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Was im Todesfall zu tun ist

Gerade, wenn ein Angehöriger plötzlich stirbt, wirkt der Todesfall wie ein Schock. Viele Hinterbliebene wissen dann oft nicht, welche ersten Schritte anstehen.

mehr ›
Der Totenschein

Der Totenschein ist eine offizielle Urkunde, die von einem Arzt ausgestellt wird und den Tod einer Person dokumentiert.

mehr ›
Die Überführung

Wenn ein verstorbener Angehöriger überführt werden muss, übernimmt der Bestatter diese Aufgabe.

mehr ›