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Die Obduktion

Durch eine Obduktion soll die Todesursache geklärt werden / © Photographee.eu - shutterstock.com

Wenn Ihnen zur Obduktion eines Verstorbenen geraten wird, geschieht dies zur Klärung der Todesursache und der Todesumstände. Die Obduktion, auch Autopsie genannt, wird von speziell ausgebildeten Medizinern vorgenommen. Dabei werden die äußeren sowie die inneren Merkmale des Todes untersucht und protokolliert. In folgenen Fällen werden Obduktionen angeordnet oder empfohlen:

  • Sollte Ihnen das Krankenhaus zur Autopsie raten, handelt es sich um eine klinische Obduktion: Dies geschieht, wenn es Unklarheiten bezüglich der Diagnostik oder Therapie des Verstorbenen gibt. Der Arzt kann sie aber auch empfehlen, wenn der Verdacht besteht, dass die Todesursache auf einer Erbkrankheit beruht, damit  Angehörige wissen, ob sie eventuell auch davon betroffen sein können.
  • Wenn der Arzt, der den Tod feststellt, keine eindeutige Todesursache feststellen kann oder er eine nicht natürliche Todesursache vermutet oder erkennt, schreibt er dies dementsprechend auf den Totenschein. In diesem Fall ist eine Obduktion obligatorisch.
  • Manchmal wird die sanitätspolizeiliche Autopsie bei Todesfällen außerhalb eines Krankenhauses vom amtlichen Totenbeschauer angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären (zum Beispiel, wenn der Verdacht vorliegt, dass Umwelteinflüsse für den Tod verantwortlich waren). Das Gesundheitsamt kann bei dem Verdacht auf Seuchengefahr ebenfalls eine Obduktion anordnen.
  • Auch bei Verdacht auf Fremdverschulden kommt eine gerichtliche Autopsie in Frage: Sie wird von der zuständigen Staatsanwaltschaft angeordnet.

Anordnung der Obduktion

Wenn die Angehörigen wollen, dass der Verstorbene obduziert wird, müssen sie sich je nach Art der Obduktion an die zuständige Stelle wenden. Ist die betreffende Person zum Beispiel in einem Krankenhaus verstorben, müssen sich die Angehörigen an den behandelnden Arzt wenden, der die Bitte an das zuständige pathologische Institut weiterleitet. In diesem Fall entstehen normalerweise keine Kosten für die Angehörigen oder die Krankenkassen, dies kann jedoch in den Bundesländern variieren.

 Verweigerung

Eine behördlich angeordnete Autopsie (zum Beispiel bei einer meldepflichtigen Krankheit oder einer nichtnatürlichen Todesursache) kann nicht verweigert werden. Dasselbe gilt auch, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten seine Einwilligung zur Obduktion gegeben hat. Die vorgeschriebene Frist, nach der ein Verstorbener beigesetzt werden muss, verlängert sich in diesem Fall automatisch.

Wenn die Todesumstände klar sind, akzeptiert man bei einer klinischen Autopsie in den meisten Fällen eine Ablehnung. Wird jedoch zu einer freiwilligen Autopsie geraten, sollte man die Argumente der Ärzte ernst nehmen.

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