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Die Seebestattung

Die Seebestattung wird immer beliebter / Kai Sender - CC BY - Flickr

Bei Seebestattungen findet zunächst eine Einäscherung statt. Der Bestatter übergibt dann im Anschluss die Urne mit der Asche des Verstorbenen an eine Seebestattungsreederei. Dort wird die Asche in eine wasserlösliche Urne umgebettet, bevor die Urne tatsächlich im Meer bestattet wird.

Eine Seebestattung des ganzen Körpers ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn zum Beispiel jemand auf hoher See verstirbt und der Leichnam nicht bis zur nächsten Landung des Schiffes transportiert werden kann. Auch an Land verstorbene Seeleute können in dieser alten Tradition bestattet werden.

Voraussetzungen

Das Bestattungsrecht in Deutschland wird auf Länderebene geregelt. In den meisten Bundesländern muss eine Seebestattung von der Behörde genehmigt werden. Oft wird eine solche Genehmigung nur dann erteilt, wenn der Verstorbene eine besondere Affinität zur See hatte. Eine solche Verbundenheit ist meist sehr einfach nachzuweisen – in der Regel reicht es, wenn die Angehörigen die Liebe des Verstorbenen zur See bezeugen.

Ablauf

Man unterscheidet zwischen einer stillen und einer begleiteten Seebestattung. Bei einer stillen Seebestattung werden meist mehrere Urnen während einer Bestattungsfahrt vom Kapitän ins Wasser heruntergelassen. Die Angehörigen verabschieden sich an Land vom Verstorbenen und fahren nicht auf dem Schiff mit.

Bei einer begleiteten Seebestattung sind die Angehörigen des Verstorbenen an Bord. Es findet eine kleine Trauerfeier an Bord statt, während derer die Flagge gehisst, die Bootsmannspfeife geblasen und die Urne an einem Schiffstau dem Meer übergeben wird. Klassische Trauerkränze dürfen nicht ins Meer gelassen werden, deshalb werfen die Angehörigen meist einzelne Blütenblätter oder Blumen als letzten Gruß ins Meer. Kapitän und Besatzung nehmen in ihrer Marineuniform ebenfalls an der Seebestattung teil.

Vorsorgen

Wer nach seinem Tod auf See bestattet werden möchte, sollte eine Bestattungsverfügung anfertigen, in der dieser Wunsch festgehalten wird. So wissen Angehörige nicht nur Bescheid, sondern haben auch einen einfachen Beleg für diesen Wunsch, um ihn bei der zuständigen Behörde einzureichen. Im Downloadbereich findet sich eine entsprechende Vorlage.

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