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Trauernde Kinder

Kinder trauern anders als Erwachsene / Michael Donner - Pixelio.de

Für Kinder ist es wichtig, dass sie bei ihrer ersten Begegnung mit den Themen Tod und Sterben nicht alleine sind. Sie brauchen HIlfe, um mit dem Verlust einer geliebten Person umzugehen. Wer seinem Kind bei der Trauerbewältigung helfen möchten, sollte seine Gefühle ernst nehmen und mit ihm darüber sprechen. Auch junge Kinder sind bereits in der Lage, zu begreifen, dass der Tod etwas Unumgängliches und Endgültiges ist, das zum Lauf des Lebens dazugehört. Daher sollten Erwachsene mit ihnen aufrichtig über das Geschehene reden.

Dabei ist es wichtig, den Kindern an plakativen Beispielen wie dem erlebten Tod eines Haustieres den Tod begreiflich zu machen und sie nicht mit Metaphern wie einem tiefen Schlaf oder einer langen Reise abzuspeisen. Kinder nehmen so etwas durchaus wörtlich und können dadurch Angst vorm Schlafen entwickeln oder sich auf die Suche nach der verreisten Person machen.

Es ist wichtig, dass auch der Erwachsene die Trauer nicht unterdrückt oder versucht, sie zu verbergen, da Kinder häufig das Verhalten der Eltern kopieren. Eltern sollten sich und ihrem Kind gestatten, zu trauern. Oft bringt gemeinsame Trauerbewältigung eine Familie näher zusammen.
Eltern sollten offen über ihre Gefühle sprechen und etwas finden, das ihnen und ihrem Kind bei der Trauerbewältigung hilft und Halt gibt. So kann es einigen Kindern helfen, sich mit den neuen Gefühlen durch kreative Beschäftigung auseinanderzusetzen, indem sie malen oder Tagebuch schreiben.

Religiöse Bilder

Auch die eigene Religion kann eine Hilfe bei der Trauerbewältigung sein. Der Glaube daran, dass nur die äußere Hülle gestorben ist und die Seele, das Innere eines Menschen, weiterlebt, ist vielen Kindern ein Trost. Je kleiner die Kinder sind, desto hilfreicher kann es sein, auf altbewährte Bilder wie die Idee zurückzugreifen, dass der Verstorbene jetzt "im Himmel" ist. Auch, wenn diese Vorstellungen selbst vielleicht fremd ist - für Kinder kann sie beruhigender wirken, als die Vorstellung von einem Grab auf dem Friedhof.

Trauerbewältigung

Wenn ein Freund aus der Schule, die Großmutter oder eine Schwester stirbt, kann es Wochen oder Monate dauern, bis das Kind über den Tod hinweg kommt. Auch wenn der Schmerz anfänglich unerträglich scheint, sollten Eltern sich und ihrem Kind bewusst machen, dass dieser mit der Zeit verblassen wird, während die Erinnerung an den Verstorbenen bleibt.
Sollten Eltern aber das Gefühl haben, dass bei ihrem Kind auch nach längerer Zeit keine Veränderung der Gefühle eintritt, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen. Es gibt Psychotherapeuten, die auf Trauerbewältigung bei Kindern spezialisiert sind. Auch Selbsthilfegruppen speziell für Kinder sind hilfreich, da sich Kinder mit Gleichaltrigen oft besser verständigen können.

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